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    WISSEN

    Immobilien-Glossar Bremen

    Alle wichtigen Begriffe rund um Kauf, Verkauf und Vermietung — einfach erklärt.

    A

    Auflassungsvormerkung

    Eine Eintragung im Grundbuch, die den Käufer einer Immobilie absichert. Sie verhindert, dass der Verkäufer das Objekt nach Vertragsabschluss erneut verkauft oder belastet. Die Vormerkung wird nach der notariellen Beurkundung eingetragen und bleibt bestehen, bis die endgültige Eigentumsumschreibung erfolgt.

    B

    Baulast

    Eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde. Baulasten werden im Baulastenverzeichnis geführt und können z. B. Abstandsflächen, Stellplätze oder Zufahrtsrechte betreffen. Sie gehen beim Verkauf auf den neuen Eigentümer über.

    Bodenrichtwert

    Ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke, der von Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er dient als Orientierung für den Grundstückswert und wird regelmäßig aktualisiert. In Bremen variiert der Bodenrichtwert je nach Stadtteil erheblich.

    C

    Courtage / Maklercourtage

    Die Vergütung, die ein Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie erhält. Seit Dezember 2020 gilt beim Verkauf von Wohnimmobilien das Bestellerprinzip: Die Courtage wird in der Regel hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.

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    D

    Dienstbarkeit

    Ein im Grundbuch eingetragenes Recht, das einem Dritten bestimmte Nutzungsrechte an einem Grundstück einräumt. Beispiele sind Wegerechte, Leitungsrechte oder Wohnrechte. Dienstbarkeiten können den Wert einer Immobilie beeinflussen.

    E

    Eigenbedarfskündigung

    Das Recht eines Vermieters, einem Mieter zu kündigen, wenn er die Wohnung für sich selbst, Familienangehörige oder Angehörige seines Haushalts benötigt.

    Eigentümerversammlung

    Die jährliche Versammlung aller Wohnungseigentümer einer WEG-Gemeinschaft. Hier werden wichtige Beschlüsse über Instandhaltung, Wirtschaftsplan und Verwaltung gefasst.

    Energieausweis

    Ein Dokument, das die energetische Qualität eines Gebäudes bewertet. Beim Verkauf oder der Vermietung ist der Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben.

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    Erbpacht

    Ein langfristiges Nutzungsrecht an einem Grundstück, bei dem der Erbpachtnehmer das Grundstück bebauen und nutzen darf, aber nicht Eigentümer wird.

    Erschließungskosten

    Kosten für die Anbindung eines Grundstücks an die öffentliche Infrastruktur — Straße, Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation.

    Exposé

    Eine detaillierte Beschreibung einer Immobilie, die potenziellen Käufern oder Mietern zur Verfügung gestellt wird.

    G

    Grundbuch

    Das amtliche Register, in dem alle Eigentumsverhältnisse und Belastungen von Grundstücken dokumentiert werden.

    Grunderwerbsteuer

    Eine Steuer, die beim Kauf einer Immobilie anfällt. In Bremen beträgt der Steuersatz 5 % des Kaufpreises.

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    Grundschuld

    Ein Pfandrecht an einem Grundstück, das häufig zur Absicherung von Immobilienkrediten dient.

    Grundstücksrecht

    Das Rechtsgebiet, das alle Regelungen rund um Grundstücke, deren Erwerb, Belastung und Nutzung umfasst.

    H

    Hausgeld

    Die monatliche Vorauszahlung, die Wohnungseigentümer an die WEG-Verwaltung leisten.

    Hypothek

    Ein Grundpfandrecht zur Absicherung eines Darlehens, bei dem das Grundstück als Sicherheit dient.

    I

    Instandhaltungsrücklage

    Ein Sparbetrag, den Wohnungseigentümer monatlich in einen gemeinsamen Fonds einzahlen.

    K

    Kaufnebenkosten

    Alle zusätzlichen Kosten, die beim Immobilienkauf neben dem Kaufpreis anfallen. In Bremen belaufen sich die Nebenkosten auf ca. 8–10 % des Kaufpreises.

    Kaufpreisfaktor

    Eine Kennzahl zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer Immobilieninvestition.

    Kreditrate

    Die regelmäßige Zahlung, die ein Kreditnehmer an die Bank leistet.

    L

    Laufzeit (Kredit)

    Der Zeitraum, für den die Konditionen eines Immobilienkredits festgeschrieben werden.

    Leerstand

    Eine Immobilie oder Wohneinheit, die nicht vermietet oder genutzt wird.

    M

    Makleralleinauftrag

    Ein Vertrag, der einem einzigen Makler das exklusive Recht gibt, eine Immobilie zu vermarkten.

    Mietkautionskonto

    Ein separates Konto, auf dem die Mietkaution treuhänderisch angelegt wird.

    Mietrendite

    Die jährliche Rendite einer vermieteten Immobilie, berechnet als Verhältnis der Jahresnettokaltmiete zum Kaufpreis.

    Mietspiegel Bremen

    Eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete in Bremen, die alle zwei Jahre aktualisiert wird.

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    N

    Nettokaltmiete

    Die reine Miete ohne Betriebs- und Heizkosten.

    Nebenkosten

    Alle laufenden Kosten, die neben der Nettokaltmiete für eine Immobilie anfallen.

    R

    Rendite

    Der Ertrag einer Kapitalanlage in Relation zum eingesetzten Kapital.

    Restschuld

    Der noch offene Betrag eines Immobilienkredits nach einer bestimmten Laufzeit.

    S

    Sondereigentum

    Teile eines Gebäudes, die einem einzelnen Wohnungseigentümer allein gehören.

    Sondernutzungsrecht

    Das exklusive Recht eines Wohnungseigentümers, bestimmte Teile des Gemeinschaftseigentums allein zu nutzen.

    T

    Teilungserklärung

    Ein notariell beurkundetes Dokument, das die Aufteilung eines Gebäudes in Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum regelt.

    Tilgung

    Die planmäßige Rückzahlung eines Immobilienkredits.

    V

    Verwaltervertrag

    Der Vertrag zwischen einer Wohnungseigentümergemeinschaft und dem bestellten Hausverwalter.

    Vorkaufsrecht

    Das Recht, in einen Kaufvertrag einzutreten und eine Immobilie zu den gleichen Konditionen zu erwerben.

    W

    WEG (Wohnungseigentumsgesetz)

    Das Gesetz, das die Rechte und Pflichten von Wohnungseigentümern regelt.

    Wohnfläche vs. Nutzfläche

    Die Wohnfläche umfasst alle Räume, die zum Wohnen genutzt werden — berechnet nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV).

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